Fragen rund um die Wurzelkanalbehandlung

Hier haben wir für Sie die häufigsten Fragen rund um das Thema Endodontie zusammengestellt.

  • bei plötzlichen, starken Zahnschmerzen, ausgelöst durch warme Speisen oder Getränke
  • bei nächtlichen und/oder pulsierenden Zahnschmerzen
  • bei Schmerzen nach einer umfangreichen Zahnbehandlung (z.B. bei tiefer Karies)
  • wenn der Zahn plötzlich verlängert erscheint und/oder aufbiss- oder klopfempfindlich ist
  • bei Zahnunfällen mit freiliegendem Zahnmark
  • bei plötzlicher Wangenschwellung

In der Regel werden 2 Behandlungssitzungen zu je 30 bis 60 Minuten eingeplant. Dabei hängt es maßgeblich vom Aufwand, der Anzahl und Anatomie (Krümmung) der Wurzelkanäle ab. Die Behandlung besteht aus folgenden Teilen:

  • genaue Untersuchung des Zahnes und Vitalitätstests
  • röntgenologische Untersuchung
  • lokale Betäubung des Zahnes
  • ggf. Entfernung aller alten Füllungen bzw. Karies
  • Aufbohren der Zahnkrone und Schaffung eines Zuganges zu den Wurzelkanälen
  • Auffinden aller Wurzelkanäle
  • mehrmalige Längenmessung
  • Aufbereitung der Wurzelkanäle mittels filigransten Handinstrumenten und hochflexiblen, wärmebehandelten maschinellen Nickel-Titan-Instrumenten
  • Medikamentöse Einlage zum Abtöten von Bakterien
  • Spülung der Kanäle mit verschiedenen Desinfektionslösungen
  • Trocknung
  • Wurzelfüllung mit Guttapercha
  • speicheldichter, temporärer Verschluss bis zur definitiven Füllung / Krone

In der Regel nicht. Durch eine gezielte lokale Betäubung spüren Sie während der Behandlung nichts. Nach der Behandlung kann der Zahn leicht auf Druck empfindlich sein. Dies sollte nach 2 Tagen vergehen.

Im Regelfall nicht. Grundvoraussetzung ist jedoch ein anschließender speichel- und bakteriendichter Verschluss des Zahnes, welcher nur über eine (Teil-) Überkronung erreicht wird. In manchen Fällen kann auch eine hochwertige Composite Füllung ausreichend sein.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten für eine „normale“ Wurzelkanalbehandlung, die nach der Definition „ausreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig“ sein muss. Hierbei wird ein einfaches Material und geringer Zeitaufwand ohne entsprechendes Equipment oder Ausbildung vergütet.

Durch den Qualitätssprung und enorm erhöhten Material- und Zeitaufwand bei der modernen Endodontie werden die Kosten jedoch bei weitem nicht abgedeckt. Wenn Sie sich für diese bessere Therapieoption entscheiden, wird ein individueller privater Heil- und Kostenplan erstellt.

Der Zahn entzündet sich weiter, sodass entweder an der Wurzelspitze eine Zyste entsteht oder die Entzündung akut größer und sich zum Abszess entwickelt (Wangenschwellung).

Nein, die Wurzelspitzenresektion (WSR) ist eine kleine Zahnoperation, bei der die entzündete Wurzelspitze aus dem Kieferknochen entfernt wird. Dies geschieht in örtlicher Betäubung. Die WSR wurde früher sehr häufig durchgeführt, weil die Behandlungsmethoden der Wurzelkanalbehandlung nicht so erfolgreich waren. Nichts desto trotz ist sie in manchen Fällen die einzige Möglichkeit, einen Zahn zu erhalten.

Diese Gründe können sein:

  • Vorhandensein einer Zyste an der Wurzelspitze (radikuläre Zyste)
  • abgebrochenes Wurzelkanalinstrument steckt tief im Wurzelkanal
  • frühere Wurzelkanalbehandlungen sind wiederholt fehlgeschlagen
  • Entzündung der Wurzelspitze bei nicht entfernbarem Wurzelstift