Kariesinfiltration

Karies behandeln ohne Bohren? Ja, das geht!

Seit 2009 existiert die Möglichkeit, Karies im Anfangsstadium zu inaktivieren und wertvolle Zahnhartsubstanz zu schonen. Deren Langzeiterfolg und Stabilität wurde in zahlreichen internationalen Studien belegt.

Im herkömmlichen Verfahren wird der kariöse Defekt im Zahn freigelegt und die Karies entfernt. Im Anschluss wird die Füllung in die Kavität eingebracht. Mit der Kariesinfiltrationsbehandlung wird die kariöse Stelle von ihrem Ursprung aus erst angelöst und anschließend mit einem dünnfließenden Kunststoff infiltriert. Somit kann ihr Voranschreiten aufgehalten werden.

Sobald wir einen Defekt sehen, der sich für eine Kariesinfiltrationsbehandlung eignen würde, schlagen wir es Ihnen als Behandlungsmöglichkeit vor.

Sie kann durchgeführt werden bei:

beginnender Zahnzwischenraumkaries (die häufigste Karies im Erwachsenenalter), kreidigen Flecken („White Spots“), nach Tragen einer festen Zahnspange oder schlechter Mundhygiene im Kindesalter

Vorteile:
  • es muss nicht gebohrt werden
  • Schonung der körpereigenen Zahnhartsubstanz
  • keine Füllung, unter der sich nach Jahren Karies bilden kann
  • gut erforschte und langzeitstabile Behandlungsmethode
  • ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten
  • nicht bei jeder Karies anwendbar
  • muss jährlich nachkontrolliert werden
Ersetzt eine Kariesinfiltration den Bohrer?
Nein, wenn der Defekt zu groß oder die Karies vorangeschritten ist, muss gebohrt werden.
Wie lange wird die Karies gestoppt?
Bei erfolgreicher Kariesinfiltration und ordnungsgemäßer Zahnzwischenraumpflege kann der Defekt für immer inaktiviert werden.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Nein. Lediglich das Anlegen des Kofferdamms (Gummituch, welches über den Zahn gestülpt wird) und das vorsichtige Separieren der Zähne empfinden manche Patienten etwas unangenehm.
Neugierig geworden? Hier gibt es mehr Informationen:
www.bohren-nein-danke.de